Newsletter Dezember 07

Neue Reihe: Lektoratskurse online

Liebe Leserinnen und Leser,

Geschenke in letzter Minute - dafür eignen sich Bücher bestens. Der heutige Newsletter greift das Thema Buch aber auch in andrer Form auf. Vielleicht haben Sie im neuen Jahr Lust auf eine Buchpatenschaft und setzen gleich zu Jahresbeginn solchen Vorsatz in die Tat um. Wer schließlich am eigenen Gedichtband feilt, kommt mit der neuen Reihe der online-Lektoratskurse schneller voran.

Viel Spaß bei der Lektüre!

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1. Ein immer noch widerspenstiger Jubilar
2."Augenblicksgötter" - neue Lyrik von Stefan Monhardt
3. Patenschaften für Bücher
4. Lektoratskurse mit Bonus

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1. Ein immer noch widerspenstiger Jubilar

Am 6. Dezember feierte Peter Handke seinen 65. Geburtstag. Rebellisch begann Handkes Karriere, sei es dass er 1966 zur Jahrestagung in Princeton den "Vätern" der Gruppe 47- ob Heinrich Böll, Alfred Andersch oder Günter Grass - "Beschreibungsimpotenz" vorwarf, sei es dass er kurz darauf mit seiner "Publikumsbeschimpfung" auch auf der Theaterbühne seine Zuschauer brüskierte. Mit seiner Haltung zu Serbien und Slobodan Milosevic, auf dessen Beerdigung er als Redner auftrat, ist der Dichter auch im Alter noch Provokateur. Auf Grund der öffentlichen Kritik verzichtete er 2006 auf den ihm zugesprochenen Heinrich-Heine-Preis.
Gegen den Strom schwimmend, vermochte er als Stückeschreiber, Erzähler und Dichter immer wieder eigene Wege zu gehen. Die Sprache, fast "heilig" mitunter, steht im Mittelpunkt.

Drei Neuerscheinungen laden dazu ein, sich mit der Person und dem Werk Peter Handkes auseinanderzusetzen:

Leben ohne Poesie. Gedichte fasst die Lyrik Handkes aus früheren Bänden repräsentativ zusammen.

Meine Ortstafeln - Meine Zeittafeln. Essays 1967-2007 gibt auf rund 600 Seiten Auskunft über die Stationen wie Positionen des Dichters: Seine Reden, Würdigungen, Aufsätze zeigen deutlich auch die literarischen Einflüsse, die auf ihn einwirkten.

Hans Höllers Biografie Peter Handke in der Reihe der Rowohlt Monografien ist ein gelungener Wurf. Eine ausführliche Besprechung finden Sie Anfang des Jahres bei den Rezensionen.

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2. "Augenblicksgötter" - neue Lyrik von Stefan Monhardt

"etwas/ das wie die sprache nicht zur welt gehört/ hart von ihr abprallt" - so heißt es in einem Gedicht Stefan Monhardts (*1963), der zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, nun als freier Autor und Übersetzer in Berlin lebt. Stefan Monhardts Augenblicksgötter, im Drey-Verlag erschienen, ist der jüngste und sechste Band des bereits mehrfachen Preisträgers.
In behutsamen Versen, die dem Leser weiten Raum öffnen, umkreisen die Worte Möglichkeiten. Werden, Tod, Alter, Erinnerung zurück in die Kindheit lassen erahnen, wie die Welt aus dem Innern entsteht, Denkraum ist, der auch anders sein könnte.
Klar und präzis ist Monhardts Sprache. Sie lebt von der feinen Nuancierung, dem Vorantasten der Zeilen, dem filigranen Gewebe, das zwischen den Worten entsteht: "eine art schattenloses gelingen// und es ist noch nicht klar/ ob das freiheit ist". Eine Einladung zur inspirierenden Lektüre ist der Gedichtband Stefan Monhardts auf jeden Fall.

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3. Patenschaften für Bücher

Die Entsäuerung von Bänden, um dem Vergilben und Zerfall des Papiers Einhalt zu gebieten, die Reparatur von Einbänden, die Restaurierung wertvoller Handschriften oder die Digitalisierung bzw. Kopie von nicht mehr zu rettenden Bibliotheksbeständen verschlingen Millionen Euro. Eine Menge "Buchpatienten" warten daher auf finanzielle Unterstützung und Spenden.
Die Bayerische Staatsbibliothek München - stellvertretend für andere große Bibliotheken hier angeführt - hat daher das Projekt der Buchpatenschaften ausgeschrieben. Bereits mit Beträgen ab 13 Euro werden Sie Patin oder Pate. Welche Bücher und welche Hilfsmaßnahmen Sie konkret auswählen können, erfahren Sie hier.

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4. Lektoratskurse mit Bonus

Zu nahe am eigenen Text, fällt es schwer, dessen Qualität richtig einzuschätzen. Der gefühlsmäßige Zugang bleibt meist beim pauschalen Urteil. Zwischen Euphorie und überkritischem inneren Zensor hin- und hergeworfen, sind daher "objektive" Kriterien nützlich, an denen sich die Stärken und Schwächen eines Gedichtes ablesen lassen.
Unternehmen Lyrik bietet eine neue Reihe mit Lektoratskursen online an. Mit jeweils anderem Schwerpunkt (Spannungsbogen, Bild, Klang) haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gedichte oder Gedicht-"Rohlinge" jeweils im Zweitageskurs unter Anleitung zu überarbeiten und mit KollegInnen zu diskutieren.
Zur genauen Ausschreibung führt Sie heute der Link über den Adventskalender meiner Kollegin Heide Liebmann. Welcher Bonus hier auf Sie wartet, verrät Ihnen dieser Klick .

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Der Newsletter im Januar thematisiert Lyrik und Kunst im Spannungsfeld kultureller Verschiedenheit.
Für heute wünsche ich Ihnen nun zu den Festtagen alles Gute: Viel Glück und ein erfolgreiches Jahr 2008!
Ihre
Michaela Didyk

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