Newsletter November 06
Bücher, Bibliotheken und Archive
Liebe Leserinnen und Leser,
wussten Sie, dass es in München - nach London - die zweitgrößte Lyrikbibliothek Europas gibt? Im heutigen Newsletter geht es um "Bücherquellen". Wo können Sie (nicht nur) Lyrik recherchieren, neueste Titel besprochen finden, zeitnah Informationen gewinnen?
Viel Vergnügen! Vielleicht ist auch für den Weihnachtswunschzettel etwas dabei.
1. Ein Haus für die Poesie - das "Lyrik Kabinett" in München
2. Literatur zeitnah recherchieren
3. Dichtung digital
4. Titel im Überblick
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1. Ein Haus für die Poesie - das "Lyrik Kabinett" in München
"Das Lyrik Kabinett", so heißt es offiziell in den Statuten, " ist eine Lesegesellschaft von Freunden und Liebhabern der Poesie." Quer durch die Nationalitäten und Epochen finden Sie in der Präsenzbibliothek des Lyrik Kabinetts circa 25.000 Bücher - Ausgaben aktueller Dichtung inklusive. Und die Sammlung wächst ständig weiter.
Auch wer die idyllische Atmosphäre der Einrichtung im Münchner Universitätsviertel nicht persönlich genießt (zumal in den hochkarätigen Veranstaltungen), kann die Bibliothek zumindest online nutzen oder - als Mitglied des gemeinnützigen Vereins die Initiatorin Ursula Haeusgen in ihrem unermüdlichen Engagement unterstützen.
Mit eigenen Publikationen vermittelt das Lyrik Kabinett immer wieder neue Perspektiven:
Zusammen mit Raoul Schrott und Michael Krüger gibt Ursula Haeusgen die Edition Lyrik Kabinett bei Hanser heraus. Die Reihe startete im Herbst mit Texten von Christoph Meckel, Ranjit Hoskoté und Charles Simic.
Wer sich über amerikanische Lyrikerinnen ein Bild machen möchte, ist ebenfalls an der richtigen Adresse:
"Sehen heißt ändern" stellt 30 amerikanische Dichterinnen des 20. Jahrhunderts vor. In der zweisprachigen Anthologie (hrsg. und übertragen von Jürgen Brocan) können Sie gut Ihr eigenes Textverständnis vergleichen, ist Übersetzen doch laut Hans Magnus Enzensberger immer eine Bereicherung der eigenen Sprache. [Mutmaßungen über die Poesie. S. 12]
"Die Entdeckung Amerikas" widmet sich schließlich der Lyrikerin Edna St. Vincent Millay und der Rezeption ihrer Texte durch ihren deutschen Dichterkollegen Rudolf Borchardt.
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2. Literatur zeitnah recherchieren
Meist dauert es, bis Sekundärliteratur über zeitgenössische Autoren erscheint. Rezensionen helfen, die Zeit zu überbrücken, und verschaffen mitunter den zündenden Zugang zum Werk.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt ihre Rezensionen im Archiv kostenlos bereit:
(auf der Seite links unten)
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3. Dichtung digital
Siebzig Jahre nach dem Tod eines Autors werden Texte vom Anspruch der Erben frei. Das Projekt Gutenberg-DE veröffentlicht seit 1994 klassische Literatur im Internet. Benötigen Sie auf die Schnelle einen Text, so werden Sie hier fündig.
1971 war die Idee, Texte unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, bereits für die englischsprachige Literatur geboren. Suchen Sie also nach Shakespeare, dann führt der Weg über folgenden Link: Projekt Gutenberg - englische Literatur
Für eine umfassende Bibliothek im eigenen Laptop oder PC legen Sie dagegen Ihren Grundstock mit CDs der Digitalen Bibliothek. Von der Literatur über die Malerei bis zur Philosophie warten zahlreiche Lexika auf ihren Einsatz - auch auf einem Mac. Eine Anschaffung, die lohnt und im Regal meterweise Platz spart.
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4. Titel im Überblick
Rezensionen, Portraits oder Essays - das titel magazin will mit "Entdeckerlust" über aktuelle Bücher informieren. Jeden Monat erscheinen etwa 40 neue Beiträge. Das Archiv - seit 2000 existiert das Magazin - lädt zum umfangreichen Stöbern ein.
Informationen über CDs und Filme sind mit dabei.
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Bücher zum Selberlesen und Verschenken - schaffen Sie sich auch in der hektischen Vorweihnachtszeit Ihre Ruheinseln.
Mit besten Grüßen
Ihre
Michaela Didyk
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