Aus der Ahnenspirale Kraft gewinnen

"plötzlich tante lanny in gedanken" (Lutz Seiler)

Schamanische Schreibnacht | Donnerstag, 11. März 2021

Sieben Generationen, also etwa 140 bis 200 Jahre, vorauszudenken, galt in alten Kulturen als unumstößliche Regel. In unserer Zivilisation halten wir uns – daran gemessen – an eher kurzfristige Entscheidungen. Dabei könnte es durchaus sein, dass das fortschreitende Artensterben auf dem Globus am Ende auch den Menschen nicht verschont.

Wir kennen kaum noch Rituale, unsere Ahninnen und Ahnen zu ehren. Wir hängen gleichsam in der Luft, da unsere Wurzeln zu ihnen verkümmert sind. Das Erbe früherer Generationen ist wenig bewusst, obwohl wir es in unserer DNA tragen. Zudem ist das Wissen auch in der Noosphäre gespeichert, ohne dass wir es abrufen. Wir folgen oft nur unreflektiert den Mustern und Überzeugungen unserer Traditionslinien. Geben an Kinder und Kindeskinder weiter, was wir von unseren Eltern und Großeltern empfangen haben. Der inspirierende Zugang zur Ahnenspirale bleibt ungenutzt.

Das Erbe der Ahninnen und Ahnen lebendig halten

Die eigenen Wurzeln zu erforschen, lässt Schätze heben. Es macht unser über Generationen angesammeltes Erbe lebendig, indem wir das Potenzial erkennen. Vorausgesetzt, wir entrümpeln, wo nötig, oder vertiefen, was uns als Vermächtnis zugekommen ist. Wir tragen Verantwortung, das Wissen und die Erfahrung der Vorgänger/innen zu ordnen und zu verwalten, bevor wir es aussichtsreich an die Nachfahren weiterreichen.

Vielleicht kann es Heilung geben, wenn sich belastende Familienmuster auflösen. Wiederkehrende Geschichten lassen sich zum Ursprung zurückverfolgen: Ob sie den Nachkommen Mut machen oder ihnen Steine in den Weg legen, bringt ein Rückblick ans Tageslicht. Sich bewusst im Verbund mehrerer Generationen zu sehen, kann dem Einzelnen Freiheit schenken. Sei es, dass er sich in die Tradition einreiht und von ihr getragen fühlt oder umso unabhängiger ein neues Verhalten aufnimmt.

"Wir sind zugleich die Nachkommen unserer Vorfahren und die Vorfahren unserer Nachkommen", schreibt Denise Linn, die als amerikanische Ureinwohnerin ihr Wissen teilt. Im Schnittpunkt der Generationen können wir aus dem alten Wissensstrom die Zukunft aktiv gestalten.

Auf Ahnenschultern beGEISTert dichten!

Möchten Sie über die Einflüsse, die Ihre Vorfahren auf Sie ausüben, mehr erfahren? Vielleicht wissen, woher Ihre dichterische Ader stammt? Ob Sie damit sogar den Wunsch einer Ahnin endlich wahrmachen, den sie selbst nicht realisieren konnte? Auch darin kann Befreiung - sogar für die gesamte Ahnenspirale - liegen, wenn wir Träume eines Vorfahren zu Ende bringen.

Sie sind bei dieser beGEISTerten Ahnenforschung nicht allein. Eine ganze Reihe Lyrikerinnen und Lyriker begleiten Sie dabei: So steuern neben Christa Reinig und Margot Scharpenberg auch Lutz Seiler und Ron Winkler Texte bei, die Dichterahnen Bert Brecht und Gottfried Benn nicht zu vergessen. Öffnen Sie sich über die Schreibimpulse einen Zugang zu früheren Generationen. Ihre Gedichte enthalten sicher die eine oder andere Botschaft, die Sie für zukünftige Taten stärkt.

  • Sie benötigen für die schamanische Schreibnacht keine Vorkenntnisse. Die Teilnahme setzt jedoch psychische Stabilität voraus. Schicken Sie mir gerne eine E-Mail, wenn Sie noch Fragen haben.

Ich freue mich auf Ihr Kommen am Donnerstag, 11. März 2021. Falls Sie noch organisatorische Details brauchen, finden Sie diese auf der Startseite zur Schreibnacht. Zur direkten Anmeldung kommen Sie hier:

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