Buch- und Lesungskonzepte

Die Vielfalt der Textordnungen

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Gedichte entwickeln eine eigene Dynamik, sobald sie sich in Gruppen versammeln. Manche scheren aus, andere kleben aneinander, einige passen sich an und fügen sich jedem Kapitel ein. Buch- und Lesungskonzepte zu erstellen, gleicht manchmal dem Einfangen eines Bienenschwarms.

Wie soll man vorgehen? Chronologische Reihung oder nach Themenkreisen? Vielleicht bieten sich auch Motive an, die einen roten Faden durchs Buch ziehen. Kurze und lange Texte bunt gemischt, in einheitlicher Groß-Klein-Schreibung, ohne Satzzeichen oder nur ein Punkt an jedem Strophenschluss - solche Details stehen ebenfalls zur Entscheidung an.

Die allererste Frage bleibt jedoch: Wie viele Gedichte kommen überhaupt in Betracht? Von einer kleinen Auswahl, mit Illustrationen und Fotos ergänzt, bis zur Werkausgabe, die Ihr jahrzentelanges Dichten  widerspiegelt, haben Sie großen Spielraum. Bei einer Lesungen ist die Anzahl sicher geringer, aber ebenso vom Kontext abhängig. Die Veranstaltungsdauer und vor allem die Aufnahmefähigkeit Ihres Publikums setzen Grenzen.

Spannungsbögen für Ihr Publikum

Sie wollen Ihre Leser/innen erreichen, mit Ihren Gedichten überzeugen. Ihr Publikum soll aufmerksam zuhören, von Texten nicht erschlagen werden oder in der Pause das Weite suchen. Wie setzen Sie also Akzente, die den Spannungsbogen hochhalten und für Abwechslung sorgen, damit Leserschaft und Zuhörer/innen konzentriert bleiben?

Buch- und Lesungskonzepte müssen unterschiedlichen Zielgruppen und Wirkungsweisen Rechnung tragen. Gedichte lesen oder sie hören, sind grundverschiedene Aktionen. So trug Hilde Domin ihre kurzen Texte oft zweimal vor, um der Flüchtigkeit des gesprochenen/gehörten Wortes mehr Nachhall entgegenzusetzen. In der Wiederholung gab sie ihrem Publikum Möglichkeit, die Gedichte tiefer zu erfassen.

Anthologien und Gruppenlesungen sind schließlich ein Kapitel für sich. Zum Textkonvolut kommt auch die Stimmenvielfalt der Autor/innen hinzu. Auch hier müssen gerade bei einer Lesung Mischung und Spannungsfeld stimmen.

Buch- und Lesungskonzepte in Werkstatt oder Online-Kurs

Gedichte sind gerade als kleine Einheiten flexibel, so dass Sie lebendige Buch- und Lesungskonzepte entwickeln können. Im Gegenzug brauchen sie jedoch eine schlüssige Anordnung, die Spannung aufbaut. Was in Romanen und Sachbüchern an Gliederung vorweg geleistet wird, folgt in der Lyrik oft erst bei der Auswahl  für Buch oder Lesung.

Ein in sich rundes Konzept zu entwerfen, setzt Distanz voraus. Um Ihre Leser- und Zuhörerschaft zu erreichen und mitzureißen, ist es notwendig, gerade auch deren Perspektive einzunehmen. Ihre Rolle als Autor/in gerät mit dieser Fremdperspektive mitunter in Konflikt. Das macht es schwerer, Buch- und Lesungskonzepte spielerisch zu erstellen.

  • In der Reihe der Lektoratskurse widmet sich ein Online-Kurs zwei Tage lang der Zusammenstellung eines Gedichtbands.
  • Um das Konzept für eine Gruppenlesung gleich in der Praxis zu erproben, bietet sich eine Lesungs-Werkstatt an.

Ein fertiges Konzept oder die individuelle Begleitung

  • Ein fertiges, gut durchdachtes Buch- und Lesungskonzept erhalten Sie, wenn Sie mir Ihre Gedichte anvertrauen. Natürlich stimmen wir uns ab, wie das Ergebnis aussehen soll :-)
  • Gerne begleite ich Sie auch bei Ihrer eigenen Auswahl und Zusammenstellung, indem ich Ihnen mit Rat zur Seite stehe.
  • Nehmen Sie in beiden Fällen unverbindlich Kontakt mit mir auf, wenn Sie bei Ihrem Buch- oder Lesungsprojekt fachliche Unterstützung wünschen. Sie erhalten nach Absprache ein auf Ihr Projekt bezogenes Angebot.

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